2018

 

Gedenkgottesdienst

für Sternenkinder, Totgeburten und verstorbene Kindergottesdienst1kl

Das Dekanat Wittlich und die Kath. Seelsorge des Verbundkrankenhauses Bernkastel/Wittlich laden am Mittwoch, 12.12.2018 um 19.00 Uhr Eltern, Geschwister, Großeltern, Verwandte, Bekannte und Freunde zum Gedenkgottesdienst für Sternenkinder, Totgeburten und verstorbene Kinder in die Christuskirche in Wittlich ein.

Die Initiative „Weltweites Kerzenleuchten (Internationales Worldwide Candle Lighting)“ unterstützt und begeht am zweiten Sonntag des Monats Dezember

einen jährlichen Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder. Im Dekanat Wittlich ist dieser Weltgedenktag mit einem Gedenkgottesdienst für alle verstorbenen Kinder zu einer festen Einrichtung geworden. Dieser Gottesdienst will Raum geben zum Trauern, Weinen, Beten, Schweigen und um Hoffnungsperspektiven zu erfahren.

Ein Bild des verstorbenen Kindes kann mitgebracht und an einem vorbereiteten Ort in der Kirche aufgestellt werden.

 

Termin: 12. Dezember 2018, 19:00 Uhr

Ort: St. Markus-Kirche in Wittlich, Karrstrasse

Veranstalter: Dekanat Wittlich und Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich

 

Weitere Informationen:

Pastoralreferentin Bianca Anzenhofer, Tel 06571-1469417

Pastoralreferentin Monika Hartmann, Tel 06571-1521912

 

Ökumenischer Wortgottesdienst

zum Gedenken an verstorbene Kinder mit anschließender Beisetzung der Kleinstkinder im Gemeinschaftsgrab des Friedhofs der Abtei St. Matthias

Eine besinnliche Stunde für alle Eltern, Familien und Freunde, denen ein Kind gestorbenen ist, egal wann es gestorben ist oder wie alt es geworden ist. Anschließend kann man gemeinsam die verstorbenen Kleinstkinder des vergangenen Jahres zu der Bestattung im Kindergemeinschaftsgrab auf den angrenzenden Friedhof begleiten.
Die jährliche Beisetzung im November findet dort seit 2002 statt.

Ort: Krypta St. Matthias, Trier

Termin: 28. November 2018, 11:00 Uhr

Veranstalter: Sr. Edeltraud und Team, Seelsorge im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier

 

Der Gottesdienst und die Beisetzung wurde von Pfarrer Peter Klauer, Seelsorger des Mutterhaus Trier und Pfarrer Matthias Ratz, Evangelische Kirchengemeinde Trier gestaltet

Hier die Predigt von Pfarrer Matthias Ratz

Schriftlesung Genesis 7.12,24;8.1-16

Ansprache

Liebe Eltern und Großeltern, Geschwister, Verwandte, Freunde, liebe Gemeinde,

wenn das eigene Kind stirbt – auch und grade dann, wenn es noch gar nicht richtig gelebt hat –  dann kann es sich anfühlen, als wäre man von Wasser umgeben. Man droht zu ertrinken, man weiß nicht, wohin sich wenden, man strampelt irgendwie drauflos, aber es bringt nichts. Ist denn nirgends Land in Sicht?

Ich habe selber kleine Kinder. Wenn ich über den Tod von Kindern nachdenke, dann schnürt es mir die Kehle zu. So als ob ich den Kopf nicht über Wasser halten könnte. Wieviel mehr wird es Ihnen so gehen, die das am eigenen Leibe erlebt haben, dass das Kind, auf dass sie sich gefreut haben, Ihnen einfach wieder genommen wird. Daran ist nichts gut. Da hilft kein gutgemeinter Trost.

Noah ist in einer Situation, in der man auch Verzweiflung empfinden könnte. Immerhin: Noah wusste, was auf ihn zukommen würde. Gott hatte ihn vorgewarnt und er hatte sich vorbereiten können. Er hat seine Arche gebaut, bevor die Sintflut begann. Dafür hatten sie ihn ausgelacht.

Jetzt ist er also in diesem ungelenken Kasten, den er gezimmert hat, mit ihm seine Familie und die ganzen Tiere. Um ihn herum wütet das Unwetter. Es regnet ununterbrochen und heftig. Der Wind peitscht um das Boot. Bald ist kein Land mehr zu sehen. Alles, was Noah und die seinen kannten, ist nicht mehr da. Alles hat sich verändert. Es ist nicht wirklich abzusehen, was kommen wird. Wie lange dauert es noch mit dem Regen? Wie lange wird es nur noch schlimmer? Und selbst wenn der Regen aufhört: wie lange dauert es, bis sich das Wasser verzogen hat? Wie lange, bis man wieder in die Normalität zurück kann? Und das was kommt? Neuland. Neuanfang. Nur wenige Spuren des Alten.

Die Bibel berichtet nichts davon, aber ich stelle mir vor, dass Noah, dieser gottesfürchtige Mann, Angst hat. Angst vor dem, was da auf ihn zukommt. Dass er trauert um das, was war. Dass er zu zerbrechen droht an der Verantwortung, die er trägt für seine Familie und die Tiere und damit für den Weiterbestand der ganzen Welt. Die Last auf seinen Schultern möchte ich nicht mit ihm tauschen.

Wenn er auf die Weiten des Wassers schaut, würde er sich nicht vielleicht sogar wünschen, dass er auch mit untergegangen wäre?

Doch Noah bleibt standhaft. Er vertraut auf Gott und dessen Zusage. Er tut nicht viel. Er kann nicht viel tun. Er muss auch gar nicht viel tun. Manchmal ist das ja schwer auszuhalten, wenn man nichts tun kann. Er lässt sich darauf ein. Das, was er tun kann, tut er. Er sendet die Vögel aus, das Land um ihn herum zu erkunden. Erst den Raben, dann die Taube, die beide wieder zu ihm zurückkehren: Noch ist es nicht soweit. Noch geht der (Leidens-) Weg weiter.

Die zweite Taube brachte einen Olivenzweig mit. Noah wusste: es ist noch nicht alles gut. Doch es gibt Hoffnung. Da draußen ist etwas, das Leben verspricht. Noch ist das ganz klein und zaghaft und hilft so noch nicht weiter. Aber es macht Hoffnung. Langsam kommt Noah wieder auf den grünen Zweig. Es dauert noch weiter. Die dritte Taube dann kehrt nicht zurück. Die Erde ist wieder trocken. Noahs Fahrt ist vorbei. Doch seine Aufgabe noch längst nicht erledigt.

Liebe Gemeinde, ich weiß nicht, ob Sie Ihre Gefühle und Gedanken wiederfinden können in dem, was Noah gefühlt haben mag.

Noah kommt wieder auf einen grünen Zweig. Für ihn hat sich alles geändert und es ist nichts mehr wie zuvor. Doch er hat Hoffnung. Er wagt den Neuanfang. Er schafft ihn sogar. Und Gott schließt mit ihm einen Bund und verspricht ihm, dass er so etwas wie die Sintflut nicht noch einmal machen wird.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch wieder auf einen grünen Zweig kommen. Vielleicht sind Sie schon da. Vielleicht nicht. Ich wünsche Ihnen Hoffnung. Und Kraft. Und Glaube. Und Liebe.

Es kann und wird nicht einfach weitergehen wie bisher. Aber es gibt sie, die grünen Zweige der Hoffnung.

Amen

 

 

Die Fotoausstellung ist vorrüber!

Kindergräber – Orte zum Verweilen, Sinnen und Erinnern   

In diesem Jahr wurde die Foto-Ausstellung mit dem Titel „Kindergräber – Orte zum Verweilen, Sinnen und Erinnern“ zum vierten mal gezeigt.

Vom 1.-31. Oktober 2018 waren ein Großteil der Fotografien im Foyer der VHS/Stadtbibliothek in Trier zu sehen.

Weitere Fotos konnten vom 1.10. bis zum 11.10.2018 im Kultur Kiosk „Bühne“ in der Südallee/Kaiserstraße betrachtet werden.

Wir zeigten hier, anders als beim saarländischen Vorbild, nicht nur das ganze Grab, sondern haben den Augenmerk auf die Details gelenkt, die den Eltern besonders wichtig sind.

Die Detail-Fotografie wurden 55×75 cm groß mit farblich passendem Passepartout gezeigt. Das besondere Detail wurde farbig, gestochen scharf hervorgehoben. Der Hintergrund in schwarz/weiß gehalten. Es wurde dazu mit Schärfe und Unschärfe gearbeitet. Postkarten mit Kleinen Texten, die den Besuchern aufzeigen, was die Eltern bei der Grabgestaltung bewegt hat, wurden passend zu den Fotografien zum Mitnehmen ausgelegt.

Hierfür wurden 23 Familien gefunden, indem auch das Foto ihres Kindergrabes in der Ausstellung gezeigt werden durfte.

Allen mitwirkenden Familien liegen ihre viel zu früh verstorbenen Kinder sehr am Herzen. Die Erinnerung bleibt, auch wenn sich die Trauer mit den Jahren verändert. Geschwisterkinder fragen nach dem Verstorbenen oder machen mit ihrem Älterwerden immer wieder deutlich, was man verloren hat und auf sehr schmerzliche Weise gehen lassen musste. Die Kindergräber sind dann manchmal die einzige Stelle, an der man seine Liebe zum Kind noch einmal nach außen zeigen kann. Liebevoll gepflegt, bepflanzt und geschmückt.

Am 16. Oktober, um 19.00 Uhr fgab es eine interaktive Buchlesung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Autorin Mechthild Schroeter-Rupieper, Gründerin der Familientrauerarbeit in Deutschland, hat an diesem Abend aus ihrem Buch „Geschichten, die das Leben erzählt – weil der Tod sie geschrieben hat“ von der Sterbe- und Trauerbegleitung erzählt und vorgelesen. Begleitet wurde diese Lesung mit Flöten-Musik.

Veranstalter: Selbsthilfegruppe „Stiller Stern“, “ Aktion Sternenkinder“ und die Volkshochschule/Stadtbibliothek Trier. Einladungskarte

 

Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, da durch das Foyer der VHS/Stadtbibliothek viele Besucher ein und ausgegangen sind und einige auch unsere Ausstellung betrachtet haben. Die zum Mitnehmen ausgelegten Postkarten wurden von den Ausstellungsinteressierten gut angenommen.

Es gab Menschen die in unserem Gästebuch einen Eintrag hinterlassen haben, uns Geld gespendet haben und manchmal auch mit uns in einen persönlichen Kontakt getreten sind.

Wir danken Allen für Ihre Aufmerksamkeiten zu unserer Ausstellung.

Besonders bedanken möchten wir uns bei Herrn Fries für die zu Verfügung gestellten Räume und seinen Bibliotheksmitarbeitern für die Betreuung der Ausstellung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Kultur-Kiosk „Bühne“ wurde am 12.10.18 wieder abgebaut und die so schön ausgeleuchteten Folien und Bilder wurden zur Ausstellung in der VHS/Stadtbibliothek gebracht. Dort haben sie bei der Lesung auch einen Platz gefunden.

Jetzt sind die großen Folien auf dem Hauptfriedhof im Durchgang zur neuen Einsegnungshalle zu sehen.

„Die Bilder und die großen Folien mit den Texten haben uns sehr berührt. Es ist sehr schön zu sehen, wie die Familien mit dem Tod ihrer Kinder umgehen.“

 

 

 

 

 

Die Aktion „HERZ ZEIGEN“ vom dm-Markt in der Simeonstraße in Trier ist beendet. Jetzt sind die Herzen ausgezählt!

Das Ergebnis der Abstimmung hat über die jeweilige Spendensumme entschieden.

Die Aktion Sternenkinder ist erster Gewinner geworden und erhält eine beachtliche Spendensumme. Wir freuen uns sehr, dass der dm-Markt unsere Arbeit mit dieser großzügigen Spende unterstützt.  Zweiter Sieger ist unser Partner, die Beratungstelle Papillon geworden. Herzlichen Glückwunsch auch an euch.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die sich die Mühe gemacht haben, im dm-Markt für uns abzustimmt. Vielen Dank!

Sternenkinder Trier TrauerAktion Sternenkinder und Papillon „zeigen Herz“

 

Mit der Aktion Sternenkinder und der Beratungsstelle Papillon wurden in diesem Jahr gleich zwei   gemeinnützige Organisationen des Netzwerks Trauer-in-Trier für die Aktion „Herz zeigen!“ von dm- drogerie markt ausgewählt.

Im Rahmen der offiziellen Woche des bürgerschaftlichen Engagements hatte der dm-drogerie markt in der Simeonstraße 45 in Trier vom 14. bis 22. September dazu aufgerufen, Herz zu zeigen.

Menschen, die Herz zeigen und sich für andere in ihrem Umfeld einsetzen, sind unersetzlich und wertvoll für die Gesellschaft. Vom 14. bis zum 22. September 2018, der offiziellen Woche des bürgerschaftlichen Engagements, hatte dm-drogerie markt in seinen Märkten dazu aufgerufen, zwischen jeweils zwei lokal engagierten Spendenempfängern abzustimmen und sich so für eine lokale Organisation einzusetzen. Im Fokus der Aktion steht die Sichtbarmachung des vielfältigen gesellschaftlichen Engagements. Die insgesamt rund 3.800 lokalen Spendenempfänger, denen dm mit dieser Aktion eine Plattform gibt, stehen dabei beispielhaft für den Einsatz vieler Menschen und Organisationen in Deutschland.

In Trier ist die Wahl in diesem Jahr auf zwei Organisationen gefallen, die beide auch im Netzwerk Trauer-in-Trier tätig sind:

Die Aktion Sternenkinder Trier setzt sich für Eltern und Familien ein, die vom Tod ihres Kindes betroffen sind. Sie kümmert sich um die Beisetzung der Kleinstkinder, die vor der Geburt verstorben sind, organisiert die Vernetzung mit anderen Betroffenen durch die Selbsthilfegruppe „Stiller Stern“ und bietet Gedenkfeiern und Gottesdienste, Familienwanderungen und Kreativtage an. Durch Spenden wird vorwiegend die Öffentlichkeitsarbeit finanziert, damit das Thema „Trauer um Kinder“ präsent bleibt.

Die Beratungsstelle Papillon – für Kinder krebskranker Eltern ist eine Anlaufstelle für Kinder und Familien, bei denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist. Neben themenbezogener Beratung bietet Papillon Unterstützung bei der Verarbeitung, in Krisen sowie beim Abschiednehmen und Trauern, hilft bei einer kind- und altersgerechten Aufklärung und bringt betroffene Familien miteinander in Kontakt. Regelmäßige erlebnispädagogische Gruppenaktionen für Kinder und Jugendliche sowie Trauergruppen gehören ebenfalls zum Angebot.

Die Angebote der Aktion Sternenkinder und der Beratungsstelle Papillon sind für Familien kostenlos und werden zu 100% durch Spenden finanziert.

Bei der Aktion „Herz zeigen!“ konnten Kunden und Interessierte in Trier in der Simeonstraße 45 vom 14. bis zum 22. September für eine der beiden Organisationen abstimmen.