2018

Trauerseminar „Ich sehe deine Tränen“ für Eltern verstorbener Kinder

Eltern, deren Kind gestorben ist, ob als Säugling, im Kindes- oder Erwachsenenalter, stehen vor der größten denkbaren Herausforderung: wie kann ich weiter leben – ohne dich? Es ist nicht „normal“, dass Eltern ihre Kinder begraben. Die Reihenfolge der Generationen ist auf den Kopf gestellt, nichts ist mehr, wie es war. Niemand kann betroffenen Eltern ihre Trauer nehmen – da ist kein Trost! Aber die Gemeinschaft mit anderen, die dieses Schicksal kennen, kann helfen, die Trauer zu tragen. Einsamkeit teilen – Verstanden werden – Erfahrungen austauschen stärkt und ermutigt, sich in dieser schweren Zeit selbst zu verstehen und anzunehmen.

Der Seminartag will durch Gespräche und kreative Methoden Möglichkeiten anbieten, das Unfassbare auszudrücken und Schritte ins Weiterleben zu finden. Der Seminartag wird von Maria Knebel, Sozialarbeiterin und der Psychologin Jenna Golda, beide mit Zusatzausbildung in Trauerbegleitung, geleitet.

 

Termin: 17. November 2018, 10:00 – 17:00 Uhr

Ort: Evangelische Studierenden Gemeinde ESG, Im Treff 19, 54296 Trier

Veranstalter: Selbsthilfegruppe „Stiller Stern“

Kosten: 20,-Euro pro Person | 30,- pro Paar

Anmeldung: bis zum 10. November 2018

bei Maria Knebel: mariaknebel@gmx.de oder 06502 5928

Fotoausstellung

Kindergräber – Orte zum Verweilen, Sinnen und Erinnern   

In diesem Jahr wird die Foto-Ausstellung mit dem Titel „Kindergräber – Orte zum Verweilen, Sinnen und Erinnern“ zum vierten mal gezeigt.

Vom 1.- 31. Oktober 2018 wird ein Großteil der Fotografien im Foyer der VHS/Stadtbibliothek in Trier zusehen sein.

Montag-Freitag von 9-20 Uhr und samstags 9-13 Uhr.

In den Herbstferien gelten die eingeschränkten Öffnungszeiten der Stadtbibliothek.

Weitere Fotos können vom 1.10. bis zum 11.10.2018 im Kultur Kiosk „Bühne“ in der Südallee/Kaiserstraße zu jeder Zeit betrachtet werden.

Wir zeigen hier, anders als beim saarländischen Vorbild, nicht nur das ganze Grab, sondern haben den Augenmerk auf die Details gelenkt, die den Eltern besonders wichtig sind.

Die Detail-Fotografie wird 55×75 cm groß mit farblich passendem Passepartout gezeigt. Das besondere Detail wurde farbig, gestochen scharf hervorgehoben. Der Hintergrund ist in schwarz/weiß gehalten. Es wurde dazu mit Schärfe und Unschärfe gearbeitet. Postkarten mit Kleinen Texten, die den Besuchern aufzeigen, was die Eltern bei der Grabgestaltung bewegt hat, werden passend zu den Fotografien zum Mitnehmen ausgelegt.

Hierfür wurden 23 Familien gefunden, die uns unterstützen, indem auch das Foto ihres Kindergrabes in der Ausstellung gezeigt werden darf.

Allen mitwirkenden Familien liegen ihre viel zu früh verstorbenen Kinder sehr am Herzen. Die Erinnerung bleibt, auch wenn sich die Trauer mit den Jahren verändert. Geschwisterkinder fragen nach dem Verstorbenen oder machen mit ihrem Älterwerden immer wieder deutlich, was man verloren hat und auf sehr schmerzliche Weise gehen lassen musste. Die Kindergräber sind dann manchmal die einzige Stelle, an der man seine Liebe zum Kind noch einmal nach außen zeigen kann. Liebevoll gepflegt, bepflanzt und geschmückt.

Am 16. Oktober, um 19.00 Uhr findet eine interaktive Buchlesung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt. Die Autorin Mechthild Schroeter-Rupieper, Gründerin der Familientrauerarbeit in Deutschland, liest und erzählt an diesem Abend aus ihrem Buch „Geschichten, die das Leben erzählt, weil der Tod sie geschrieben hat“ von der Sterbe- und Trauerbegleitung. Begleitet wird diese Lesung mit Flöten-Musik.

Ab 17:00 Uhr besteht die Möglichkeit zum offenen Gespräch mit betroffenen Eltern im geschützten Raum oder zwischen den Bildern der Ausstellung. Diese Veranstaltung findet auch im Rahmen „Wochen der seelischen Gesundheit“ der Selbsthilfe Kontakt und Informationszentrale Trier statt.

Veranstalter: Selbsthilfegruppe „Stiller Stern“, “ Aktion Sternenkinder“ und die Volkshochschule/Stadtbibliothek Trier. Einladungskarte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Kultur-Kiosk „Bühne“ wird am Feitagmorgen, den 12.10.18 wieder abgebaut und die so schön ausgeleuchteten Folien und Bilder werden zur Ausstellung in der VHS/Stadtbibliothek gebracht. Dort sollen sie bei der Lesung auch einen Platz finden.

 

„Die Bilder und die großen Folien mit den Texten haben uns sehr berührt. Es ist sehr schön zu sehen, wie die Familien mit dem Tod ihrer Kinder umgehen.“

 

 

 

Die Aktion „HERZ ZEIGEN“ vom dm-Markt in der Simeonstraße in Trier ist beendet. Jetzt sind die Herzen ausgezählt!
Das Ergebnis der Abstimmung hat über die jeweilige Spendensumme entschieden.
Die Aktion Sternenkinder ist erster Gewinner geworden und erhält eine beachtliche Spendensumme. Wir freuen uns sehr, dass der dm-Markt unsere Arbeit mit dieser großzügigen Spende unterstützt.  Zweiter Sieger ist unser Partner, die Beratungstelle Papillon geworden. Herzlichen Glückwunsch auch an euch.
Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die sich die Mühe gemacht haben, im dm-Markt für uns abzustimmt. Vielen Dank!

Sternenkinder Trier TrauerAktion Sternenkinder und Papillon „zeigen Herz“

 

Mit der Aktion Sternenkinder und der Beratungsstelle Papillon wurden in diesem Jahr gleich zwei   gemeinnützige Organisationen des Netzwerks Trauer-in-Trier für die Aktion „Herz zeigen!“ von dm- drogerie markt ausgewählt.

Im Rahmen der offiziellen Woche des bürgerschaftlichen Engagements hatte der dm-drogerie markt in der Simeonstraße 45 in Trier vom 14. bis 22. September dazu aufgerufen, Herz zu zeigen. 

Menschen, die Herz zeigen und sich für andere in ihrem Umfeld einsetzen, sind unersetzlich und wertvoll für die Gesellschaft. Vom 14. bis zum 22. September 2018, der offiziellen Woche des bürgerschaftlichen Engagements, hatte dm-drogerie markt in seinen Märkten dazu aufgerufen, zwischen jeweils zwei lokal engagierten Spendenempfängern abzustimmen und sich so für eine lokale Organisation einzusetzen. Im Fokus der Aktion steht die Sichtbarmachung des vielfältigen gesellschaftlichen Engagements. Die insgesamt rund 3.800 lokalen Spendenempfänger, denen dm mit dieser Aktion eine Plattform gibt, stehen dabei beispielhaft für den Einsatz vieler Menschen und Organisationen in Deutschland.

In Trier ist die Wahl in diesem Jahr auf zwei Organisationen gefallen, die beide auch im Netzwerk Trauer-in-Trier tätig sind:

Die Aktion Sternenkinder Trier setzt sich für Eltern und Familien ein, die vom Tod ihres Kindes betroffen sind. Sie kümmert sich um die Beisetzung der Kleinstkinder, die vor der Geburt verstorben sind, organisiert die Vernetzung mit anderen Betroffenen durch die Selbsthilfegruppe „Stiller Stern“ und bietet Gedenkfeiern und Gottesdienste, Familienwanderungen und Kreativtage an. Durch Spenden wird vorwiegend die Öffentlichkeitsarbeit finanziert, damit das Thema „Trauer um Kinder“ präsent bleibt.

Die Beratungsstelle Papillon – für Kinder krebskranker Eltern ist eine Anlaufstelle für Kinder und Familien, bei denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist. Neben themenbezogener Beratung bietet Papillon Unterstützung bei der Verarbeitung, in Krisen sowie beim Abschiednehmen und Trauern, hilft bei einer kind- und altersgerechten Aufklärung und bringt betroffene Familien miteinander in Kontakt. Regelmäßige erlebnispädagogische Gruppenaktionen für Kinder und Jugendliche sowie Trauergruppen gehören ebenfalls zum Angebot.

Die Angebote der Aktion Sternenkinder und der Beratungsstelle Papillon sind für Familien kostenlos und werden zu 100% durch Spenden finanziert. 

Bei der Aktion „Herz zeigen!“ konnten Kunden und Interessierte in Trier in der Simeonstraße 45 vom 14. bis zum 22. September für eine der beiden Organisationen abstimmen.

Ökumenischer Gedenkgottesdienst

für verstorbene Kleinstkinder mit anschließender Beisetzung im Gemeinschaftsgrab des Friedhofs der Abtei St. Matthias

Termin: Mittwoch, 28. November 2018, 11:00 Uhr

Ort: Krypta St. Matthias, Trier

Veranstalter: Seelsorge im Klinikum Mutterhaus Trier

Worldwide Candle Lighting 

1996 rief eine Vereinigung verwaister Eltern in den USA das Weltweite Kerzenleuchten ins Leben. Seitdem gedenken jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember Angehörige auf der ganzen Welt ihrer verstorbenen Kinder, Enkel und Geschwister. Betroffene stellen um 19 Uhr eine brennende Kerze ins Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der Nächsten entzündet, so dass eine Lichterwelle 24 Stunden die ganze Welt umringt. – Jedes Licht als Symbol für das Wissen, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und nicht vergessen werden, und gleichzeitig als Hoffnung für die Angehörigen, dass die Trauer ihr Leben nicht immer dunkeln lässt.

Herzliche Einladung am 2. Sonntag im Dezember, den 9.12.2018, um 19.00 Uhr, eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen.