Rückblick


Ökumenischer Wortgottesdienst mit anschließender Beisetzung in Trier

Das Team der Seelsorge des Mutterhaus Trier hatte für Mittwoch, 23.11.22 um 11:00 Uhr trauernde Eltern, Familien und Freunde zum ökumenischen Wortgottesdienst für verstorbene Kinder nach St. Matthias eingeladen.

Kinder unter 500g, die zwischen Ende November 2021 und Anfang November 2022 tot geboren wurden, wurden im Anschluss gemeinsam im Kindergemeinschaftsgrab auf dem angrenzenden Friedhof beigesetzt.

Alle die sich mit den Trauernden verbunden fühlen, waren herzlich zum Gottesdienst in der Kirche und den Friedhof eingeladen.

 


„Woche der Stille“ in Trier

Auch in diesem Jahr fand vom 29.10. bis 6.11.2022 wieder die „Woche der Stille“ in Trier statt.

Über 40 Veranstaltungen luden dazu ein, mit allen Sinnen die Fülle der Stille zu erleben:
innehaltend, lauschend, schauend, bewegend, meditierend, nachsinnend, nachdenkend.

Stiller Stern Trier und die Aktion Sternenkinder haben mit zwei Veranstaltungen an der „Woche der Stille“ teilgenommen:

Mittwoch, 02.11.2022 um 18 Uhr: Zeit für Erinnerung
Ein abendlicher Lichterspaziergang zu den verstorbenen Kindern auf dem Friedhof St. Matthias. Es gab kleine Unterbrechungen für Impulse und Musik.
Ort: St. Matthias, Trier

Isabel Athmer vom Bistum Trier hat einen Bericht dazugeschrieben und die abendlichen Fotos gemacht. Vielen Dank das sie uns diese zu Verfügung stellt.

 

und Samstag, 29.10. – Sonntag, 06.11.2022 ganztägig: Stille Gedanken – „Und immer wieder in unseren Gedanken…“
Texte von Eltern verstorbener Kinder
Ort: Schaufenster Bestattungen Grandjean, Wisportstraße 7, Trier 

Hier das ganze Programm von 2022 als PDF. Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.stille-in-trier.de.

 


Ökumenischer Gedenkgottesdienst

für verstorbene Kinder

Herzliche Einladung an Eltern, Kinder, Geschwister, Verwandte, Freunde – alle die um ein verstorbenes Kind trauern.

TerminSonntag, 9.10.2022 um 14:30 Uhr
mit Pfarrer Matthias Ratz
Ort: Lotto Forum auf dem Petrisberg, Behringstraße 6 in Trier

Veranstalter: Eltern der Aktion Sternenkinder, der Selbsthilfegruppe Stiller Stern und die Evangelische Kirche Trier

 

 


Familienwanderung am 21. Mai 2022

Am Samstag den 21. Mai sind wir bei idealen Wetterbedingungen um 19 Uhr von der Sternwarte Trier-Irsch gestartet.
Die 21 Teilnehmer bewältigten den steilen Anstieg mit Bravour. Kurze Pausen waren willkommen, dabei genossen wir die herrliche Aussicht über die Höhen.
Am Picknickplatz angelangt konnten wir einen Fuchs beobachten, der uns vom Feld aus ebenfalls im Visier hatte. Das mitgebrachte Picknick wurde zum Abendbrot verzehrt.
Anschließend schickten wir unseren Kindern mit ganz vielen Seifenblasen Grüße in den Himmel.

 

 

Der Sonnenuntergang war das Zeichen zum Aufbruch, damit wir bei Dunkelheit den Sternenhimmel bestaunen konnten.
Michael Luy – von der Sternwarte – hat uns schon auf der Wanderung begleitet. Er gab uns anhand seiner tollen Aufnahmen durch die Jahreszeiten einen Einblick in die Astro Fotografie. Der Vortrag fand vor der Kuppel im Freien statt. Mit einem Laserpointer machte er uns auf die vorhandenen Sternbilder aufmerksam.
Bei der Rückkehr wartete Markus Weber auf uns. Er bediente später eines der Teleskope.

Da alle Anwesenden warme Kleidung dabeihatten, hielten wir bis kurz vor 1 Uhr aus. Wir waren uns einig, es war ein toller Abend, eine geniale Nacht.

Vielen Dank an das Team der Sternwarte, wir können einen Besuch sehr empfehlen.

 

 


Besinnliches Gedenken für verstorbene Kinder – „Vom Klang der Verbundenheit“

Am 10. April haben wir uns um 11 Uhr auf dem Hauptfriedhof getroffen, um mit besinnlichen Klängen die beiden Kindergrabfelder miteinander zu verbinden. Start war auf der Krokuswiese. 

Clarissa Schmithüsen und Ulrike Grandjean hatten den Tag vorbereitet und die freischaffende Künstlerin Christine Radünzel zur Teilnahme gewinnen können.

Nach einer Begrüßung machte eine Klangschale die Runde und alle Teilnehmenden konnten einen Ton anschlagen und ihm nachspüren, bevor die Schale an den Nächsten weitergereicht wurde.

Frau Radünzel spielte im Anschluss auf dem Daumenklavier und zuletzt wurde ein Klangspiel an einem Ast aufgehängt, es wird von den Mitarbeitern des Grünflächenamtes in den nächsten Tagen fest installiert und begleitet das Grabfeld in Zukunft mit seinen sanften Klängen.

Danach ging es – ausgestattet mit 3 Zaphir Klangspielen – zum Birnengarten. Die sanften Töne rahmten unseren Weg zum Birnengarten ein, somit entstand eine schöne musikalische Verbindung der beiden Kindergrabfelder.

Auch auf dem Birnengarten wird das gleiche Klangspiel installiert.

Zu den Klängen der Shrutibox sang Christine Radünzel den von Ihr bevorzugten intuitiven und experimentellen Gesang. Er vertraut auf die Weisheit des Herzens und entsteht aus dem Augenblick heraus. Info

Ihre Stimme spannte den Bogen zwischen Himmel und Erde. Wir lauschten, konnten innehalten und so den verstorbenen Kindern gedenken.

Zum Abschluss machte die Klangschale auch hier noch einmal die Runde und bei Kaffee, Tee und kleinen Köstlichkeiten – an den Bänken um die Linde herum – tauschten wir das Erlebte aus und knüpften Kontakte.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer und dem Vorbereitungsteam!

 

 

 


Die „Krokuswiese“ blüht!

Die Krokusse, die wir im Herbst auf dem Kindergrabfeld „Krokuswiese“ auf dem Hauptfriedhof in Trier gepflanzt haben, blühen in leuchtenden Farben. 1000 Blumenzwiebel wurden im Oktober in die Erde gesteckt.

 


 

Gottesdienst mit Beisetzung in St. Matthias

Am Mittwoch, dem 24. November 2021, feierten wir in der Basilika St. Matthias einen ökumenischen Gottesdienst für die Kinder, deren Leben im vergangenen Jahr vor der Geburt endete. Anschließend wurden die Kind auf dem Friedhof in St. Matthias im Kindergrab beigesetzt. Die Seelsorge des Mutterhaus Trier mit Andrea Tröster, Dr. Christine Görgen und Pfr. Matthias Ratz von der Evangelischen Kirchengemeinde hatten zur Feier die Eltern und Familien der verstorbenen Kinder eingeladen.

Hier Auszüge aus der Predigt von Pfr. Matthias Ratz:

Der Regenbogen ist in vielfältiges Symbol. Vor allem ist er ein Symbol der Hoffnung.

Passt Ihnen ein Symbol der Hoffnung? Passen Ihnen die bunten Farben, das Schöne und das Fröhliche, das der Regenbogen ausstrahlt?
Ist da schon Raum für Hoffnung, für Trost in Ihnen? Oder bestimmen noch die Traurigkeit und die Verzweiflung, die Fragen und die Klagen ihre Gedanken?

Der Regenbogen reicht von einer Seite der Erde zur anderen, er ist weltumspannend und vereinend. Das heißt: sie sind nicht allein.
Der Regenbogen strahlt in allen Farben des Lichtspektrums. Die verschiedenen Farben sind gleich viel wert und strahlen gleich stark.
Es ist völlig in Ordnung, wenn man mit persönlichen Schicksalsschlägen ganz unterschiedlich umgeht. Ihre Reaktionen sind so vielfältig wie die die Regenbögen. Jeder Regentropfen strahlt etwas anders zurück. Das darf so sein.

Der Regenbogen verbindet die Gegensätze Sonne und Regen.
Trauer und Hoffnung. Verzweiflung und Trost. Aufgeben wollen und Mut zum Neuanfang. Die Gegensätze dürfen sein. Man muss sie nicht sofort auflösen. Man kann sie aber langsam und behutsam verbinden.

Der Regenbogen ist wunderschön. Er zeigt uns die Schönheit der Schöpfung.
Trotz allem, was Ihnen widerfahren ist: auch das Schöne darf weiterhin einen Platz haben.

Der Regenbogen ist das Zeichen für die Verbindung von Himmel und Erde, von Gott und Mensch.
Mitten in dieses Leben voller Leid und Katastrophen; mitten in dieses Leben mit seinen vielen wundervollen und schönen Seiten; mitten hinein in dieses Leben schickt Gott seinen Sohn Jesus, den wir den Christus nennen.

Gott wird selbst Mensch. Ihm ist nichts Menschliches fremd: die Freude nicht – das Leiden nicht.

Die Hoffnung die der Regenbogen ausstrahlt, bleibt nicht auf diese Welt beschränkt. Seit Jesus ist der Himmel offen und wir dürfen hoffen, auch über den Tod hinaus.

Mit dem Regenbogen – dem Himmel so nah – Hoffnung erfahren.

Amen

 

Homepage der Veranstalter: Team der Seelsorge im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier

 


 

Trauerseminar „Ich sehe deine Tränen“

 

Für Eltern verstorbener Kinder

Eltern, deren Kind gestorben ist, ob als Säugling, im Kindes- oder Erwachsenenalter, stehen vor der größten denkbaren Herausforderung: wie kann ich weiter leben – ohne dich? Es ist nicht „normal“, dass Eltern ihre Kinder begraben. Die Reihenfolge der Generationen ist auf den Kopf gestellt, nichts ist mehr, wie es war. Niemand kann betroffenen Eltern ihre Trauer nehmen – da ist kein Trost! Aber die Gemeinschaft mit anderen, die dieses Schicksal kennen, kann helfen, die Trauer zu tragen. Einsamkeit teilen – Verstanden werden – Erfahrungen austauschen stärkt und ermutigt, sich in dieser schweren Zeit selbst zu verstehen und anzunehmen. Der Seminartag will durch Gespräche und kreative Methoden Möglichkeiten anbieten, das Unfassbare auszudrücken und Schritte ins Weiterleben zu finden. Der Seminartag wird von Maria Knebel, Sozialarbeiterin mit Zusatzausbildung in Trauerbegleitung geleitet.   Ort: Familienbildungsstätte, Krahnenstraße 39bTrier Veranstalter: Selbsthilfegruppe „Stiller Stern“ und Aktion Sternenkinder Trier Kosten: Der Seminartag ist kostenfrei und wird von der BARMER gefördert Anmeldung: bis zum 13. November 2021 bei Maria Knebel: mariaknebel@gmx.de oder 06502 5928 Termin: 20. November 2021

 


 

„Woche der Stille“ – eine Wunder volle Erfahrung…

Kindergräber-Detail-Fotoausstellung
Eine Ausstellung der Aktion Sternenkinder und SHG Stiller Stern mit Detailfotos von Gräbern, die Eltern gestaltet haben, um Orte und Gärten des Trostes zu schaffen, die dazu einladen still teilzunehmen und Mut machen zur Gestaltung der Trauer, in der die Kraft des Neubeginns liegt. Anmeldung: nicht erforderlich Ort: TRAUERRaum, Wisportstraße 7, Trier, www.bestattungen-grandjean.de  Ausstellungszeiten: Dienstag, 2.11. – Freitag, 5.11.: 8.30 – 17 Uhr  Samstag, 6.11.: 10 – 12 Uhr Sonntag, 7.11.: 16 – 18 Uhr

Das ganze Programm ist hier zu finden.

 

Pflanzaktion auf der „Krokuswiese“ mit anschließender Familienwanderung

Seit 2002 besteht das Kindergrabfeld „Krokuswiese“ auf dem Hauptfriedhof in Trier. In den beiden äußeren Ovalen können Kinder bis zum Grundschulalter in Reihengräbern bestattet werden. In der der Mitte, um die Sternenskulptur, finden auf der gemeinschaftlichen Wiesenfläche, Kleinstkinder unter 500g Geburtsgewicht einen Platz. Diese Wiesenfläche lässt im Frühjahr Krokusse und weitere Frühblüher erblühen. Am Sonntagvormittag, dem 24.10.21 haben wir fast 1000 blaue Krokuszwiebeln gesteckt. Wir hoffen nun, dass die Wiese nächstes Jahr in voller Blüte steht.
 
Bericht einer Teilnehmerin:

Krokusse, Luftballons & Weinreben

Am 24. Oktober trafen sich 6 Mitglieder des Vereins „Stiller Stern“ und zwei Mitarbeiter der Stadt Trier, um das Kindergrabfeld „Krokuswiese“ auf dem Hauptfriedhof neu zu bepflanzen. Jennifer Otte und ich durften als Gast mit dabei sein. Das Feld war neu mit Rasen eingesät worden, von den alten Krokussen waren nicht mehr viele übrig geblieben. Im nächsten Frühjahr soll nun wieder ein Meer aus Krokussen erblühen. Laut den Gärtnern brachten wir an diesem Morgen 1000 Krokuszwiebeln in die Erde. Wir sind sehr gespannt darauf, das Ergebnis in den Frühlingsmonaten bewundern zu dürfen. 
 
Anschließend fuhren wir weiter nach Schweich. Unterhalb des Annabergs, einer der großen Weinlagen an der Mittelmosel, hatten sich Mitglieder und Organisatoren des Vereins „Stiller Stern“ zur diesjährigen Wanderung verabredet. Ich durfte als Gast teilnehmen und war und bin sehr dankbar für die Einladung. Mit 10 Personen machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg durch die schon herbstlich gefärbten Weinberge. Obwohl ich fast alle Teilnehmer zum ersten Mal traf, gab es keine Berührungsängste. Es wurde sich ausgetauscht und viel erzählt. Natürlich waren die verstorbenen Kinder mit auf der Wanderung. Margit und Ulrike hatten zwei Luftballons, kleine Herzen aus Papier und ein großes, aus Stoff ausgeschnittenes Herz vorbereitet. Jeder konnte einen Gruß, eine Nachricht oder einen Namen auf sein kleines Herz schreiben. Diese wurden an zwei Luftballons befestigt und in den strahlend blauen Himmel geschickt. Es war ein sehr berührender Moment. Jeder war bei sich und trotzdem nicht allein. Auf den sonnengewärmten Schiefermauern der Weinberge legten wir nach etwa der Hälfte der Wegstrecke unsere große Pause ein. Nach einer halben Stunde ging es gestärkt auf den Rest der Strecke. Dort wechselten die Gesprächspartner wie die Themen.
Es war eine lockere und sehr schöne Atmosphäre.
 
Ich bin mir nicht sicher, was ich zuvor erwartet habe, es war eine kleine, aber ganz wundervolle und besondere Wandergruppe. Danke, dass ich als Gast mit dabei sein durfte. Ingrid Stork
 
Anmerkung des Stiller Stern Trier e.V.: Ingrid Stork und Jennifer Otte sind zwei Trauerbegeleiterinnen, die mit ihrem Angebot seit Mitte 2021 in der Region Trier zur Verfügung stehen.
Im Anschluss ging es zum Treffpunkt nach Schweich. Wir hatten unsere geplante Wanderung durch den Weißhauswald an die Mosel verlegen müssen. Die Waldwege waren uns zu unsicher, da der Sturm der vergangenen Tage Schäden verursacht hatte. Der Morgennebel war zum Wanderstart verschwunden und wir konnten bei sonnigem Herbstwetter die tolle Aussicht, die Weinberge und die nette Gemeinschaft genießen.

 

Ökumenischer Gedenkgottesdienst für verstorbene Kinder

mit Pfarrerin Vera Zens

Eingeladen waren alle Eltern, Familien, Freunde und Unterstützer, die den Tod eines Kindes betrauern. Egal wie alt das Kind geworden ist. Ob in der Schwangerschaft verstorben, im Kleinkindalter, als Jugendlicher oder Erwachsener.
 

Termin: 03. Oktober 2021 14:30 Uhr Ort: Lotto Forum auf dem Petrisberg, Behringstraße 6, Trier Trotz stürmischem Herbstwetter konnten wir im Halbrund einen berührenden Gottesdienst feiern und den verstorbenen Kindern gedenken. Mit sehr persönlichen und einfühlsamen Worten wurde uns das Thema „Sehnsucht“ von Pfarrerin Vera Zens nahegebracht. Danke an alle Mitwirkende für die wunderschöne Flöten- und Gitarrenmusik, den Gesang sowie die passende Deko. Jeder konnte nach dem Gottesdienst eine Kerze und ein Papiervögelchen mit nach Hause nehmen. Bei Kaffee, Tee und Kuchen kamen im Anschluss noch wichtige Gespräche zustande.

 


 

Oberbürgermeister und Ministerpräsidentin weihen neues Kindergrabfeld ein

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und OB Wolfram Leibe (Mitte) bei der Einweihung des neuen Kindergrabfelds „Birnengarten“ auf dem Hauptfriedhof. In der Mitte des Grabfelds soll eine frisch gepflanzte Linde, die ein Symbol des Zusammenkommens und der Liebe ist, in Zukunft allen Besucherinnen und Besuchern Schatten spenden. Foto und Artikel: Presseamt Trier
 

(gut) Gemeinsam mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat OB Wolfram Leibe am vergangenen Sonntag ein neues Kindergrabfeld mit dem Namen „Birnengarten“ auf dem Trierer Hauptfriedhof eingeweiht. Im Jahr 2000 begann das damalige Grünflächenamt mit der Einrichtung eines Kindergrabfeldes auf dem Hauptfriedhof, ab 2001 fanden dort die ersten Beisetzungen statt. Bis heute wurden 128 Sternenkinder auf der Krokuswiese des Hauptfriedhofes beerdigt. Leibe betonte, wie wichtig es sei, einen Ort des Erinnerns zu haben. Da mittlerweile auf der Krokuswiese nicht mehr ausreichend Platz zur Verfügung steht, entschied sich die Stadt dafür, ein weiteres Grabfeld anzulegen. OB Leibe betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit bei der Realisierung des Projekts: „Besonders wichtig und wertvoll war für uns die Kooperation mit der ‚Aktion Sternenkinder‘ und der Selbsthilfegruppe ‚Stiller Stern – Um Kinder trauern‘, die sich vor kurzem zum Verein ‚Stiller Stern Trier – Um Kinder trauern‘ zusammengeschlossen haben.“ Leibe bedankte sich auch bei den Gärtnerazubis des Amtes StadtGrün, die die Pläne zum Bau des Gräberfeldes „Birnengarten“ von Ende 2020 bis Anfang 2021 umgesetzt haben. Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte: „Jedes Leben ist ein Geschenk – egal wie kurz oder zerbrechlich es ist. Manchmal ist es zu Ende, bevor es richtig begonnen hat. Mit dem Birnengarten ist nun ein sehr schöner Ort entstanden, der ‚Sternenkindern‘ ihre menschliche Würde verleiht. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die es ermöglicht haben, dass wir diesen Ort gemeinsam einweihen können. Ich wünsche mir, dass der Birnengarten ein Ort der Erinnerung, aber auch der Zuversicht sein wird, der tröstet und Kraft schenkt.“ Das neue Grabfeld auf dem Hauptfriedhof wird umrahmt durch ein Spalier mit Birnbäumen, inspiriert durch die Ballade „Herr von Ribbeck“ von Theodor Fontane. Die namensgebenden Früchte dürfen auch gegessen werden. In den vier Ecken des Grabfeldes liegen mit Blütenstauden bepflanzte Beete, in denen die „Sternenkinder“ beigesetzt werden. Umrahmt werden diese Beete von einem Band aus heimischen Robinienholzscheiben. Hier können Blumen, Grablichter, Spielzeug und ähnliches abgelegt werden. Die Fläche zwischen den Staudenbeeten ist für Kinderreihengräber vorgesehen. In der Mitte des Grabfelds dienen Eichenholzblöcke als Sitzgelegenheit. In der Mitte wurde eine Linde als Schattenspender gepflanzt – ein Geschenk von Ministerpräsidentin Dreyer und der Stadt Trier an den Verein „Stiller Stern Trier – Um Kinder trauern“.


 

Ein neues Kindergrabfeld ist entstanden

Die Aktion Sternenkinder und die Selbsthilfegruppe „Stiller Stern – Um Kinder trauern“ waren bei der Planung der Gestaltung mit eingebunden und übernimmt mit ihren Spendengeldern die Finanzierung der Namenskennzeichnung zum Gedenken der Kinder die unter 500 g tot geborenen wurden. Der Stahlstab mit Ring trägt auf einem Birnenblatt den Namen und das Datum des verstorbenen Kindes und kann über das Friedhofsamt bestellt werden. Die Kleinstkinder können in einem rechteckigen Holzbehältnis, das mit einem Birnenblatt verziert ist, in den Staudenbeeten beigesetzt werden. Die Behältnisse werden vom Spendenkonto der Aktion Sternenkinder Trier bezahlt. Die Stadt Trier stellt die Bestattungsfläche kostenlos zu Verfügung und die Bestatter kümmern sich ehrenamtlich um die Beisetzung.

Beim Anklicken der Fotos werden sie vergrößert dargestellt.
Entwurf: Stahlstab in Rostoptik mit „Namensblatt“.
Holzbehältnis mit Birnenblatt für die Kleinstkinder.
Das Kindergrabfeld „Birnengarten“ liegt in der Nähe Ecke „An der Hospitalsmühle/Herzogenbuscher Straße“.

Das Grabfeld hat den Namen „Birnengarten“ erhalten

Die Auszubildenden StadtGrün waren mit viel Elan dabei, etwas ganz Besonderes für das Kindergrabfeld herzurichten. Vielen Dank an Alle!    

 
Die Williams-Birnen wachsen

 

 


Herbstwanderung für die ganze Familie

Bei unserer Wanderung am Sonntag den 25. Oktober 2020 war das Wetter wieder ein Thema. Ausgerüstet mit der passenden Kleidung und Regenschirmen – die auch für den nötigen Sicherheitsabstand sorgten – starteten wir mit 16 Teilnehmern und zwei Hunden. Im wunderschön gefärbten Matthaiser Wald war der Regen kein Problem mehr. Nach der Hälfte der Strecke versammelten wir uns an einer Wegkreuzung, um mit einer Textpassage aus dem „Kleinen Prinzen“ unserer verstorbenen Kinder zu gedenken. Wir legten leuchtend orangerote Fruchthüllen der Lampionblumen auf einen großen Papierstern und äußerten dazu einen Wunsch. Gestärkt von der Gemeinschaft traten wir die zweite Weghälfte an, um dann am Wanderparkplatz doch noch die mitgebrachte Wegzehrung im Freien zu essen. Ein Einkehren war aus gegebenen Anlass diesmal leider nicht möglich.  

 

 


Großeltern-Treff im Oktober 2020

Am Freitag, 16.Oktober 2020 hatten wir zu unserem 2. Großeltern-Treff in den großen Raum der Evangelischen Studierenden Gemeinde ESG in Trier eingeladen. 4 Großmütter und ein Großvater waren der Einladung gefolgt. Als Referenten hatte wir Jürgen Burghardt, Pastoralreferent und Trauerbegleiter aus Merzig, zum Thema „Tröstliche Erfahrungen im Umgang mit Trauernden“ eingeladen. Er hat sehr gute Impulse gegeben und in einer ruhigen Art der Trauer um die verstorbenen Enkelkinder Platz gelassen. Er hat einen Text aus dem Buch „Bruderherz – ich hätte dir so gerne die Welt gezeigt“ vorgelesen und zwei Gedichte vorgetragen. Eine vor mehr als zwanzig Jahren betroffene Mama war zusammen mit ihrer Mutter gekommen, was wir als sehr bereichernd empfanden. Denn so konnte Jede aus ihrer Sicht über die Erfahrungen mit Tod des Sohnes/Enkelkindes berichten. Die frischbetroffenen Großeltern konnten hören wie es Anderen nach dem Tod ihres Kindes ergangen ist. Sie hatten Raum sich über ihre Enkelkinder, ihre eigenen Kinder und Schwiegerkinder und das eigene Erleben auszutauschen. Es war ein sehr bereichernder Nachmittag, denn wir im nächsten Jahr gerne wieder anbieten möchten.

Maria Knebel, die betroffene Eltern in der Selbsthilfegruppe begleitet, leitete diesen Nachmittag. Die Veranstaltung wurde von der AOK gefördert. Vielen Dank dafür!  
 

Gedenkgottesdienst für alle verstorbenen Kinder

mit anschließendem Beisammensein im angrenzenden fetzen-café Termin: Sonntag, 08. März 2020, 14:30 Uhr Ort: St. Augustinus, Im Treff 15, Trier Veranstalter: Pfarrerin Vera Zens, trauernde Eltern der „Aktion Sternenkinder“ und der Selbsthilfegruppe „Stiller Stern“ Trier

Ein berührender Gottesdienst – Danke an alle Beteiligten

“Ich lass dich nicht fallen und verlasse dich nicht“

Besinnlicher Gedenkgottesdienst für verstorbene Kinder – erstmals mit Pfarrerin Vera Zens. Geknüpft haben wir ein Band der Gemeinschaft mit Seilstücken. Für jedes Kind wurde eine Kerze entzündet und ein Stück des Bandes mit symbolischen Knoten durften die Eltern mitnehmen. Im Anschluss kamen alle in schöner Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch.

 

 


Video von Sat 1  Sternenkinder: Tod im Mutterleib

Sat 1 hat mit der Sendung AKTE 19 Familien begleitet, die ein Sternenkind verloren haben. Drei Familien erzählen von sich nach dem Tod ihres Kindes, eine Sternkindfotografin berichtet von ihrer Arbeit, dem ehrenamtlichen Fotografieren der verstorbenen Kinder. Eine Hebamme erzählt von der Begleitung der betroffenen Familien. Das Video wurde am 14. Oktober 2019 um 22:15 Uhr auf SAT 1 ausgestrahlt.