Termine 2021

Coronabedingt haben wir für dieses Jahr im ersten Halbjahr keine Veranstaltung geplant. In der zweiten Jahreshälfte hoffen wir, dass ein Trauerseminar und eine Familienwanderung mit Pflanzaktion auf dem Kindergrabfeld stattfinden kann.

Sobald sich die Lage entspannt und wir planen können, werden wir die Homepage aktualisieren.

Unseren jährlichen Gedenkgottesdienst möchten wir am 3. Oktober 2021 im Lottoforum auf dem Petrisberg feiern. 


Termine 2020



Rückblick 

Fotos können durch Anklicken vergrößert werden

 


Die Mariensäule hat für verstorbene Kinder geleuchtet

Trier:  21. Dezember 2020 ab Einbruch der Dunkelheit

Da im ablaufenden Jahr Coronabedingt viele Zusammenkünfte der Selbsthilfegruppe „Stiller Stern – um Kinder trauern“ und der Aktion Sternenkinder ausfallen mussten, ließen wir als gemeinsame Aktion – aber ohne persönliches Treffen – zum Jahresende die Mariensäule für alle verstorbenen Kinder leuchten.

So möchten wir die Verbundenheit der betroffenen Familien sichtbar machen. 

Trotz schlechtem Wetter und Regenfront strahlte die Mariensäule am 21. Dezember für alle verstorbenen Kinder – hier ein paar Eindrücke:

 

 

 

 

 



AUSBLICK


Ein neues Kindergrabfeld entsteht

Das Trierer Friedhofsamt ist zur Zeit in der Vorbereitung zu einem weiteren Kindergrabfeld für Kinder unter 500 g und Kinderreihengräber auf dem Hauptfriedhof in Trier. Da das 2002 eröffnete erste Kindergrabfeld „Krokuswiese“ nicht mehr ausreichend Bestattungsfläche bereit hält, wurde nun eine neue Fläche auf dem Hauptfriedhof ausgewiesen.

Der ausgewählte Platz liegt in der Nähe Ecke „An der Hospitalsmühle/
Herzogenbuscher Straße“.

Die Aktion Sternenkinder und die Selbsthilfegruppe „Stiller Stern – Um Kinder trauern“ ist bei der Planung und Gestaltung mit eingebunden.

Bis zur Fertigstellung ist es noch eine ganze Zeit hin. Die Aktion Sternenkinder möchte mit ihren Spendengeldern zum Gedenken der Kinder beitragen. z.B. bei der Mitfinanzierung der Namenskennzeichnung, …

Die Vorbereitungen: wie Erdarbeiten mit Herrichten der Laufwege, Einfassen mit Randsteinen und Metalleinfassungen, die Gestaltung des Aussenrandes, Betonarbeiten zum Unterteilen der Wiesenfläche für Kleinstkinder unter 500 g Geburtsgewicht, sind abgeschlossen.
Zurzeit werden die viertelkreis Holz-Pflasterbänder verlegt, die Bestattungsfläche mit verschieden Stauden bepflanzt und die massiven Eichen-Sitzbänke in der Mitte des Feldes auf ein solides Fundament gestellt. Die komplette Fläche ist mit einem Willans-Birnen-Spalier eingefasst. In der Mitte des Grabfeldes, zwischen die Sitzblöcke, wird im Spätherbst eine Silber-Linde gepflanzt.

Die Auszubildenden des Grünflächenamtes sind mit viel Elan dabei etwas ganz Besonderes für das Kindergrabfeld herzurichten. Vielen Dank an Alle!

Hier werden wir immer wieder über den Baufortschritt informieren. 

Beim Anklicken der Fotos werden sie vergrößert dargestellt.

 

Eichen-Sitzblöcke bekommen ein solides Fundament
Holz-Pflasterband wird verlegt
Welche Holzscheibe passt jetzt am Besten?
Probesitzen nach getaner Arbeit!
Es wird fleißig gepflanzt
Das Pflasterband und die Bepflanzung ist fertig.
Williams-Birnen-Spalier als Begrenzung des Kindergrabfeldes

 



Rückblick


Gottesdienst mit Beisetzung in St. Matthias

Am Mittwoch, dem 25. November 2020, feierten wir in der Basilika St. Matthias einen ökumenischen Gottesdienst für die Kinder, deren Leben im vergangenen Jahr vor der Geburt endete. Anschließend wurden die Kind auf dem Friedhof in St. Matthias im Kindergrab beigesetzt.

Die Seelsorge des Mutterhaus Trier mit Pfr. Peter Klauer, Andrea Tröster, Dr. Christine Görgen und Pfr. Matthias Ratz von der Evangelischen Kirchengemeinde hatten zur Feier die Eltern und Familien der verstorbenen Kinder eingeladen. In diesem Jahr fand der Gottesdienst und die Beisetzung nur im kleinen Kreis statt.

 

Hier die Lesung und die Predigt von Pfr. Matthias Ratz:

Lesung Genesis 9, 8-16 (Übertragung)

Die biblische Lesung stammt aus der berühmten Geschichte von der Arche Noah.
Nach der Sintflut macht Gott einen Neuanfang mit Noah, Noahs Familie und mit den Tieren, die auf der Arche waren. Dazu schließt er einen Bund mit den Menschen und den Tieren; einen Bund, der Himmel und Erde verbindet.

Wir hören einen Abschnitt aus dem 9. Kapitel des Buchs Genesis, dem ersten Buch der Bibel:

Gott sagte zu Noah und seinen Söhnen: „Ich schließe einen Bund mit euch und euren Nachkommen und mit allen Tieren, die bei euch sind. Mein Bund bedeutet, dass ich nie mehr eine Sintflut kommen lassen werde.“ Gott erklärte: „Das Zeichen dieses ewigen Bundes, den ich zwischen mir und euch und allen Tieren geschlossen habe, ist der Regenbogen. Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; das soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. Und wenn es so kommt, dass ich Sturm und Regen über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. Sobald ich den Bogen sehe, will ich an den Bund zwischen mir und euch denken und euch nicht in einer Sintflut untergehen lassen. Der Bogen soll deshalb in den Wolken sein, dass ich ihn immer wieder ansehe und mich erinnere an den ewigen Bund zwischen Gott und allem Leben auf der Erde.

Halleluja. Dein Wort sei meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg. Halleluja.

 

Predigt

Liebe Eltern, liebe Gemeinde,

der Regenbogen. Wir haben ihn hier in der Kirche aufgebaut. Wir haben davon gehört in der biblischen Lesung. Im ersten Lockdown im Frühjahr sah man ihn gezeichnet oder gebastelt in vielen Fenstern – in manchen hängt er bis heute, oder wieder.

Der Regenbogen. Ein vielfältiges Symbol. Symbol für Frieden. Symbol der queeren Community. Symbol auf den Schiffen von Greenpeace. Vor allem ist er ein Symbol der Hoffnung.

Passt das für Sie? Passt Ihnen ein Symbol der Hoffnung? Passen Ihnen die bunten Farben, das Schöne und das Fröhliche, das der Regenbogen ausstrahlt?

Ist da schon Raum für Hoffnung, für Trost in Ihnen? Oder bestimmen noch die Traurigkeit und die Verzweiflung, die Fragen und die Klagen ihre Gedanken?

 

Wir haben den Regenbogen ausgelegt und hoffen, damit ihn Ihnen etwas mehr Raum für Trost und Hoffnung zu öffnen.

 

Der Regenbogen reicht von einer Seite der Erde zur anderen, er ist weltumspannend und vereinend. Das heißt: sie sind nicht allein. Sie haben sich als Eltern und Familien. Das Mutterhaus ist für Sie da – medizinisch wie seelsorglich. Als christliche Gemeinden sind wir für Sie da.

Und wenn Sie sich mal umschauen: da sind andere, denen es ähnlich geht. Eingeladen waren noch viel mehr. Die Tatsache, dass viele betroffen sind, soll nichts an Ihrem Verlust relativieren. Vielleicht ist es dennoch tröstlich zu wissen, dass andere ähnliches erlebt habenund ähnliches fühlen. So unterschiedlich Sie auch sind; da ist auch etwas, das Sie vereint.

 

Der Regenbogen strahlt in allen Farben des Lichtspektrums. Er lässt die verschiedenen Farben einträchtig und in gleicher Wertigkeit intensiv zusammen leuchten und bündelt sie in einem Lichtband. Jeder einzelne Regentropfen wirkt dabei als winziges Prisma.

Auch wenn Sie alle, die Sie hier sitzen, etwas Ähnliches erlebt haben: es ist völlig in Ordnung, dass Sie ganz unterschiedlich damit umgehen. Manche werden schneller damit fertig, andere nie. Manche zeigen ihr Leid, andere behalten es für sich. Manche werden wütend, andere traurig, einige sind vielleicht gar nicht mehr zu Gefühlen fähig. Ihre Reaktionen sind so vielfältig wie die die Regenbögen. Jeder Regentropfen strahlt etwas anders zurück. Das darf so sein.

Der Regenbogen vereint Gegensätze – Sonne und Regen – und verbindet sie.

In Ihrem Innern herrschen vielleicht Gegensätze: Trauer und Hoffnung. Verzweiflung und Trost. Aufgeben wollen und Mut zum Neuanfang. Die Gegensätze dürfen sein. Man muss sie nicht sofort auflösen. Man kann sie aber langsam und behutsam verbinden: die Trauer nicht beiseite wischen und trotzdem Hoffnung fassen.

Der Regenbogen ist eine wunderschöne Naturerscheinung. Er zeigt uns die Schönheit der Schöpfung und lässt uns staunen.

Trotz allem, was Ihnen widerfahren ist: es lohnt sich, nach dem Schönen in der Welt Ausschau zu halten. Manchmal zeigt es sich grade dann, wenn man nicht damit rechnet. Wie der Regenbogen oft. Und dann ist es mitunter auch schnell wieder weg, wie beim Regenbogen. Und trotzdem darf man den Moment genießen.

Der Regenbogen ist das Zeichen für die Verbindung von Himmel und Erde, von Gott und Mensch.

Davon spricht der biblische Text, den wir grade gehört haben. Nach dem verheerenden Unheil der Sintflut schließt Gott einen Bund mit den Menschen. Er verspricht, keine Sintflut mehr kommen zu lassen.

Tatsächlich hat es keine Sintflut in diesem Sinne mehr gegeben. Und doch bleiben da die kleinen und großen Katastrophen in dieser Welt und in unseren persönlichen Leben.

Mitten in dieses Leben voller Leid und Katastrophen; mitten in dieses Leben mit seinen vielen wundervollen und schönen Seiten; mitten hinein in dieses Leben schickt Gott seinen Sohn Jesus, den wir den Christus nennen. Weihnachten ist noch lange hin und trotzdem nicht mehr fern.

Gott hat diese Verbindung zwischen sich und den Menschen immer aufrecht gehalten, auch wenn die Menschen es ihm manchmal schwer gemacht haben und bis heute schwer machen.

Er hat seinen Sohn geschickt, um die Verbindung zu stärken.

Gott wird selbst Mensch. Ihm ist nichts Menschliches fremd: die Freude nicht – das Leiden nicht.

 

Durch Jesus bekommt der Regenbogen noch eine neue Dimension. Die Hoffnung die der Regenbogen ausstrahlt, bleibt nicht auf diese Welt beschränkt. Seit Jesus ist der Himmel offen und wir dürfen hoffe, auch über den Tod hinaus.

Mit dem Regenbogen – dem Himmel so nah Hoffnung erfahren. Amen

 

Homepage der Veranstalter: Team der Seelsorge im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier

hier die Einladung als PDF

 


Trauerseminar „Ich sehe deine Tränen“ – auf 2021 verschoben

Für Eltern verstorbener Kinder

Eltern, deren Kind gestorben ist, ob als Säugling, im Kindes- oder Erwachsenenalter, stehen vor der größten denkbaren Herausforderung: wie kann ich weiter leben – ohne dich? Es ist nicht „normal“, dass Eltern ihre Kinder begraben. Die Reihenfolge der Generationen ist auf den Kopf gestellt, nichts ist mehr, wie es war. Niemand kann betroffenen Eltern ihre Trauer nehmen – da ist kein Trost! Aber die Gemeinschaft mit anderen, die dieses Schicksal kennen, kann helfen, die Trauer zu tragen. Einsamkeit teilen – Verstanden werden – Erfahrungen austauschen stärkt und ermutigt, sich in dieser schweren Zeit selbst zu verstehen und anzunehmen.

Der Seminartag will durch Gespräche und kreative Methoden Möglichkeiten anbieten, das Unfassbare auszudrücken und Schritte ins Weiterleben zu finden.

Der Seminartag wird von Maria Knebel, Sozialarbeiterin  und Jenna Golda, Dipl.Psychologin, beide mit Zusatzausbildung in Trauerbegleitung geleitet.

Für das gemeinsame Mittagessen, müsste sich jeder selbst versorgen und etwas zum Essen mitbringen. (Coronabestimmungen). Getränke werden gestellt.

Termin: 21. November 2020, 10:00 – 17:00 Uhr

Ort: Evangelische Studierenden Gemeinde ESG, Im Treff 19, 54296 Trier

Veranstalter: Selbsthilfegruppe „Stiller Stern“ und Aktion Sternenkinder Trier

Kosten: Der Seminartag ist kostenfrei und wird von der BARMER gefördert

Anmeldung: bis zum 14. November 2020

bei Maria Knebel: mariaknebel@gmx.de oder 06502 5928

 


Woche der Stille in Trier

vom 1. – 8. November 2020

Unsere Ausstellung „Kindergräber – Orte zum Verweilen, Sinnen und Erinnern“ nimmt mit den Detailfotos von Gräbern, die Eltern gestaltet haben, um Orte und Gärten des Trostes zu schaffen, an der Veranstaltung teil.

Anmeldung: nicht erforderlich

Ort: TRAUERRaum, Wisportstraße 7, Trier www.Bestattungen-grandjean.de

Auf dieser Homepage finden Sie trotzdem sehr schöne Impulse für die ganze Woche:  http://www.stille-in-trier.de 

 


 

Herbstwanderung für die ganze Familie

Bei unserer diesjährigen Wanderung am Sonntag den 25. Oktober 2020 war das Wetter wieder ein Thema. Ausgerüstet mit der passenden Kleidung und Regenschirmen – die auch für den nötigen Sicherheitsabstand sorgten – starteten wir mit 16 Teilnehmern und zwei Hunden. Im wunderschön gefärbten Matthaiser Wald war der Regen kein Problem mehr. Nach der Hälfte der Strecke versammelten wir uns an einer Wegkreuzung, um mit einer Textpassage aus dem „Kleinen Prinzen“ unserer verstorbenen Kinder zu gedenken. Wir legten leuchtend orangerote Fruchthüllen der Lampionblumen auf einen großen Papierstern und äußerten dazu einen Wunsch. Gestärkt von der Gemeinschaft traten wir die zweite Weghälfte an, um dann am Wanderparkplatz doch noch die mitgebrachte Wegzehrung im Freien zu essen. Ein Einkehren war aus gegebenen Anlass diesmal leider nicht möglich. 

 


Großeltern-Treff im Oktober 2020

Am Freitag, 16.Oktober 2020 hatten wir zu unserem 2. Großeltern-Treff in den großen Raum der Evangelischen Studierenden Gemeinde ESG in Trier eingeladen.
4 Großmütter und ein Großvater waren der Einladung gefolgt. 
Als Referenten hatte wir Jürgen Burghardt, Pastoralreferent und Trauerbegleiter aus Merzig, zum Thema „Tröstliche Erfahrungen im Umgang mit Trauernden“ eingeladen. Er hat sehr gute Impulse gegeben und in einer ruhigen Art der Trauer um die verstorbenen Enkelkinder Platz gelassen. Er hat einen Text aus dem Buch „Bruderherz – ich hätte dir so gerne die Welt gezeigt“ vorgelesen und zwei Gedichte vorgetragen. 

Eine vor mehr als zwanzig Jahren betroffene Mama war zusammen mit ihrer Mutter gekommen, was wir als sehr bereichernd empfanden. Denn so konnte Jede aus ihrer Sicht über die Erfahrungen mit Tod des Sohnes/Enkelkindes berichten.

Die frischbetroffenen Großeltern konnten hören wie es Anderen nach dem Tod ihres Kindes ergangen ist. Sie hatten Raum sich über ihre Enkelkinder, ihre eigenen Kinder und Schwiegerkinder und das eigene Erleben auszutauschen. 

Es war ein sehr bereichernder Nachmittag, denn wir im nächsten Jahr gerne wieder anbieten möchten.

Maria Knebel, die betroffene Eltern in der Selbsthilfegruppe begleitet, leitete diesen Nachmittag.

Die Veranstaltung wurde von der AOK gefördert. Vielen Dank dafür!

 


Gedenkgottesdienst für alle verstorbenen Kinder

mit anschließendem Beisammensein im angrenzenden fetzen-café

Termin: Sonntag, 08. März 2020, 14:30 Uhr

Ort: St. Augustinus, Im Treff 15, Trier

Veranstalter: Pfarrerin Vera Zens, trauernde Eltern der „Aktion Sternenkinder“ und der Selbsthilfegruppe „Stiller Stern“ Trier

Ein berührender Gottesdienst – Danke an alle Beteiligten

“Ich lass dich nicht fallen und verlasse dich nicht“

Besinnlicher Gedenkgottesdienst für verstorbene Kinder – erstmals mit Pfarrerin Vera Zens. Geknüpft haben wir ein Band der Gemeinschaft mit Seilstücken. Für jedes Kind wurde eine Kerze entzündet und ein Stück des Bandes mit symbolischen Knoten durften die Eltern mitnehmen. Im Anschluss kamen alle in schöner Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch.


Bericht über 2019

„Aktion Sternenkinder“ und Selbsthilfegruppe „Stiller Stern“ – Um Kinder trauern

Wir versuchen immer wieder eine Hilfe für betroffene Familien nach dem Tod ihres Kindes zu sein, trauernde Menschen durch unsere Angebote zusammen zu bringen.

Für 2019 waren das diese Termine:

  • die vierwöchigen Selbsthilfegruppentreffen in der ESG unter der Begleitung von Maria Knebel
  • März: unser Gedenkgottesdienst in St.Augustinus mit anschließendem Kaffee und Kuchen im fetzen-café
  • Juni: das besinnliche Gedenken am Kindergrabfeld mit anschließendem Beisammensein
  • August: das neue Angebot „Großeltern-Treff“ an einem Nachmittag
  • Oktober: die Wanderung für die ganze Familie mit anschließender Einkehr
  • November: das ganztägiges Trauerseminar „Ich sehe deine Tränen“ mit Maria Knebel

Die Gruppentreffen finden einmal im Monat in der evangelischen Studierenden Gemeinde ESG, Im Treff in Trier statt. Maria Knebel begleitet die Gruppe, schaut nach den Bedürfnissen der betroffenen Eltern, gibt Anregungen, lässt genügend Raum zum Austausch. Sie ist eine große Stütze für die Selbsthilfegruppe „Stiller Stern“.
Zurzeit besuchen, mehr oder weniger regelmäßig, 6-8 Mamas und manchmal auch Papas die Gruppe.


Der Gedenkgottesdienst am 30. März 2019 um 14:30 Uhr stand in diesem Jahr unter dem Thema „von neuem Wurzeln“. In diesem Jahr fand dieser Gottesdienst zum 20-zigsten Mal unter der Federführung von Johannes Metzdorf-Schmithüsen ehemaliger evangelischer Studentenpfarrer und Clarissa Schmithüsen statt. Nach dem wir uns mit etwa 40 Personen in der Kirche St. Augustinus in Trier zusammengefunden hatten wurden traditionell die Gedenkkerzen für die verstorbenen Kinder angezündet und ihre Namen vorgelesen. Anschließend spazierten wir auf das angrenzende Unigelände. Am Uni-See schöpften wir Wasser und gingen damit weiter zu unserem Gedenkbaum, „Baum des Erinnerns“, der ein paar Tage zuvor neu gepflanzt wurde, weil der „alte Baum“ dort einfach nicht wachsen wollte. Es ist wieder ein japanischer Kazurra, ein sogenannter Lebkuchenbaum, wegen seinem leichten Lebkuchenduft im Winter. Mit dem mitgebrachten Wasser und vielen guten Gedanken, gossen wir den Baum und wünschten ihm ein gutes gedeihen. Nach unserer Rüchkehr ins fetzen-café saßen wir noch ein Stündchen bei Kaffee und Kuchen zusammen und waren froh darüber unseren verstorbenen Kindern bewußt etwas Zeit geschenkt zu haben.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Johannes und Clarissa, die in 20 Jahren sehr viel für die Gedenkgottesdienste getan haben und diesen jetzt in andere Hände abgeben. Unser Dank kann nicht groß genug sein!!!

Für die Aufgaben rund um die Selbsthilfegruppe „Stiller Stern“, die Aktion Sternenkinder und vieles Weitere mehr, bleiben die Beiden uns weiterhin erhalten. Darüber sind wir sehr froh!


Gedenken am Kindergrabfeld in Trier am Sonntag, 16. Juni 2019, um 11 Uhr, zum Erinnern für alle Familien und Freunde, die den Verlust eines Kindes erlebt haben.
Fast 30 Teilnehmer hörten eine Geschichte von den Waldbewohnern die sich vom kleinen Fuchs verabschieden mussten. Alle konnten selbst gebastelte Blätter mit Wünschen für ihre verstorbenen Kinder beschriften und in die Sträuchen ums Kindergrabfeld aufhägen. Impulse regten zum Nachdenken an und die Gitarrenmusik von Christoph Cluse der die besinnliche Stunde ehrenamtlich umrahmte war sehr bereichernd. Beim gemeinsamen Singen konnten wir Gemeinschaft erfahren.
Wir nutzten die Zeit, uns an unsere verstorbenen Kinder zu „erinnern“. Beim anschließenden Beisammensein in der Vorhalle der Friedhofskapelle gab es nette Gespräche, bei Kaffee, Tee und einem kleinen Imbiss. Fotos zum vergrößern, bitte anklicken.


Unser neues Angebot Treffen für trauernde Großeltern, fand am Freitagnachmittag, dem 29. August, im fetzen-café der Katholischen Hochschulgemeinde Im Treff statt. Wir saßen zu zweit mit vier Großeltern in einer Runde bei Kaffee und Kuchen zusammen. Es wurde damit die Möglichkeit geschaffen, dass auch Oma und Opa einen Platz finden können um über ihre Trauer um ihr verstorbene Enkelkind sprechen zu können. Mit ihren eigenen Kindern, also den betroffenen Eltern, ist es oftmals sehr schwer über den großen Verlust zu sprechen. Eltern versuchen in vielen Fällen für ihre Kinder stark zu sein. Da haben dann Tränen und traurige Gefühle keinen Platz. Wir möchten das Großeltern-Treff auch im kommenden Jahr wieder anbieten.


Herbstwanderung für betroffene Familien und Freunde der Aktion Sternenkinder Wir hatten am 20. Oktober 2019 von 11:00 – 16:00 Uhr zu einer gemeinsamen Wanderung durch Wald und entlang der Wiesen, auf einem Kinderwagen geeigneten Weg, auf die Tarforster Höhe, eingeladen. Das Wetter hat an diesem Tag nicht wirklich zu unserer Planung gepasst: Es hat während der gesamten Wanderung immer wieder heftig geregnet. Dennoch hatten die 9 Teilnehmer drei schöne Stunden in der Natur.
Wir machten eine Pause beim Lottoforum des Petrisberg um unserer verstorbenen Kinder zu gedenken. Es wurde mit bunter Wolle ein Netz gespannt, dass uns die Verbundenheit untereinander zeigen konnte. Die gelben Sterne mit den Namen unserer verstorbenen Kinder wurden anschließend auf dieses Netz gelegt, um das getragen sein zu spüren. An unserem „Baum des Erinnerns“ auf dem Unigelände haben wir nur einen kurzen Stopp gemacht und sind dann zügig zum Essen in eine Gaststätte in Tarforst eingekehrt.

Es war ein schöner Tag!


Der Semiartag am Samstag, 16.11.2019 von 10 bis 17 Uhr fand in den Räumen der evangelischen Studierenden Gemeinde ESG im Treff in Trier statt. Er hatte wieder einmal den Titel „Ich sehe deine Tränen“.
In diesem Jahr nahmen 4 Mütter, die um ihre Kinder im Jugendlichen Alter trauern, teil. Die Leitung hatte Maria Knebel, Sozialarbeiterin mit Zusatzausbildung in Trauerbegleitung. Am Nachmittag wurde sie von Jenna Golda, Dipl. Psychologin, unterstützt. Beim gemeinsamen Gestalten der Kerzen und Kieselsteine konnten die Mütter bei guten Gesprächen, ihrer Trauer um das verstorbene Kind, Ausdruck verleihen. Das gemeinsame Mittagessen der mitgebrachten Speisen brachte Energie für alle, um den Tag zu einem besonderen Gedenken für die Teilnehmer werden zu lassen.

Der Seminartag richtete sich an Eltern, deren Kind gestorben ist, ob in der Schwangerschaft, als Säugling, im Kindes- oder Erwachsenenalter. Denn sie stehen vor der größten denkbaren Herausforderung: wie kann ich weiter leben – ohne dich? Es ist nicht „normal“, dass Eltern ihre Kinder begraben. Die Reihenfolge der Generationen ist auf den Kopf gestellt, nichts ist mehr, wie es war. Niemand kann betroffenen Eltern ihre Trauer nehmen – da ist kein Trost! Aber die Gemeinschaft mit anderen, die dieses Schicksal kennen, kann helfen, die Trauer zu tragen. Einsamkeit teilen – Verstanden werden – Erfahrungen austauschen stärkt und ermutigt, sich in dieser schweren Zeit selbst zu verstehen und anzunehmen.

Der Seminartag war kostenfrei und wurde von der BARMER gefördert


Ohne Spenden wäre Vieles davon nicht möglich.

Gerne informieren wir darüber, was wir im Jahr 2019 mit den Spendengeldern realisiert haben:

  • Plakate für die Gedenkgottesdienste
  • Porto und Versand von Karten mit den Jahresterminen, Plakaten, Flyer, Infomaterial
  • Kerzen und Arbeitsmaterial für den Gedenkgottesdienst
  • Laptop für unsere Verwaltungsarbeit
  • das Kühlmatten-System „CuddleCot“ für verstorbene Kinder für das Krankenhaus Mutterhaus Ehrang. Der Bericht ist hier zu lesen.
  • 150 Postkarten zum Verteilen an Menschen die mit Trauernden im Kontakt sind, zB. Krankenhauspersonal, Ärzte und ihre Helferinnen, Seelsorger
  • die Raummiete fürs Großeltern-Treffen im August im fetzen-café in Trier
  • die Kontoführungsgebühren des Spendenkonto
  • die Mitgliedsbeiträge für den Bundesverband VEID e.V. und die Initiative Regenbogen e.V.
  • die Kosten für den Internetanbieter unserer beiden Homepages www.Trauer-in-Trier.de und www.Sternenkinder-Trier.de

In den vergangenen Jahren wurden durch Spendengelder so einiges finanziert: Literatur und Material für die Gruppenabende der Selbsthilfegruppe, Kreativtage für die ganze Familie, Flyer der Selbsthilfegruppe und Aktion Sternenkinder und die nötige Neugestaltung, die Realisierung der Internetauftritte www.sternenkinder-trier.de und www.trauer-in-trier.de, Gedenksteine für die Krokuswiese, zwei Ruhebänke für das Kindergrabfeld auf dem Hauptfriedhof, die vierfach gezeigte für Wanderausstellung „Kindergräber – Orte zum Verweilen, Sinnen und Erinnern“ mit 24 Detailfotografien und Passpartouts und Rahmen, die dazugehörigen Postkarten, Plakate und Werbekarten, sowie die Lesung und Begleitveranstaltungen, der Versand von Infomappen an Krankenhäuser, Hebammen, Frauen- und Kinderärzte, Kindergärten und soziale Einrichtungen in der Region Trier, die ganztägigen Trauerseminare „Ich sehe deine Tränen“, …

Wir sind sehr froh seit September 2017 ein neues Spendenkonto zu haben, das über den Bundesverband verwaister Eltern und trauernder Geschwister in Deutschland e.V. die Geldspenden annimmt und sofort an die „Aktion Sternenkinder“ in Trier weiterleitet und anschließend Spendenquittungen ab 200 € ausstellen kann (unter 200 € ist der Nachweis der Spende mit dem Kontoauszug möglich).
Spender die unter dem Verwendungszweck: Aktion Sternenkinder und ihren eigenen Namen mit Adresse angeben, erhalten von uns ein „Dankesschreiben“, mit Informationen über unsere Arbeit und die Verwendung der Spende.


Im August wurden wir zu viert nach Wittlich ins Krankenhaus eingeladen, um dort von unseren Erfahrungen mit trauernden Eltern zu berichten. Mit fast 30 Mitarbeiter der Gynäkologie, der Wochenstation, aus dem Kreißsaal, der Seelsorge kamen wir 2 Stunden lang in einen wertvollen Austausch.

Im Oktober besuchten zwei Mitarbeiterinnen des Mutterhauses Trier das abendliche Selbsthilfegruppentreffen. Die Beiden arbeiten als Gesundheits- und Krankenpflegerin auf der Gynäkologie im Mutterhaus Mitte in Trier. Im Rahmen ihrer Weiterbildung zur Stationsleitung, beschäftigen sie sich in einer umfangreichen Projektarbeit mit dem Thema „Sternenkinder“. Hier ist es ihr Ziel, diese Arbeit im Mutterhaus Trier weiter zu optimieren. Deshalb haben sie die frisch betroffenen Eltern nach den Erfahrungen zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt.

Wir finden es sehr positiv, das das Personal der Krankenhäuser und deren Seelsorge gerne mehr auf die Bedürfnisse der Betroffenen eingehen möchte, soweit es ihnen aus Zeitgründen möglich ist und mit uns in regem Kontakt sind.


Um in der Öffentlichkeit sichtbar zu sein, bieten wir über unsere beiden Internetauftritte Informationen zu unserer Arbeit und die unserer Partner für Trauernde in der Region Trier an:

  • www.sternenkinder-trier.de ist eine Plattform für trauernde Eltern. Sie zeigt die Möglichkeiten der Beisetzung und die Angebote der Trauerbegleitung.
  • www.trauer-in-trier.de zeigt alle aktuellen Kontakte und Hilfsangebote nach einem Verlust, für Menschen in der Region Trier. Und das nicht nur für Erwachsene sondern auch für Kinder.

Mittlerweile sind wir mit vielen betroffenen Eltern und Familien sehr gut vernetzt. An einzelnen Veranstaltungen trifft man sich, und hat somit die Möglichkeit dem verstorbenen Kind ganz bewusst etwas Zeit zu schenken.

Wir freuen uns immer über neue Teilnehmer unserer Veranstaltungen, Rückmeldungen der Mail und Post, ….



Video von Sat 1  Sternenkinder: Tod im Mutterleib

Sat 1 hat mit der Sendung AKTE 19 Familien begleitet, die ein Sternenkind verloren haben.

Drei Familien erzählen von sich nach dem Tod ihres Kindes, eine Sternkindfotografin berichtet von ihrer Arbeit, dem ehrenamtlichen Fotografieren der verstorbenen Kinder. Eine Hebamme erzählt von der Begleitung der betroffenen Familien.

Das Video wurde am 14. Oktober 2019 um 22:15 Uhr auf SAT 1 ausgestrahlt.